News von der BonAssistus

Deckungsgrad per 31. Dezember 2016

Durch den Wechsel der technischen Grundlagen von BVG 2010 auf BVG 2015 reduzierte sich der Deckungsgrad per 31.12.2016 auf 101.0%. Ohne diesen Grundlagenwechsel hätte sich der Deckungsgrad auf 102.2% erhöht.

Weshalb ein Wechsel der technischen Grundlagen

Die Berechnungen der Verpflichtungen von Pensionskassen basieren auf biometrischen Grundlagen, also beispielsweise der Wahrscheinlichkeit zu sterben, invalid zu werden oder verheiratet zu sein. Diese Wahrscheinlichkeiten werden aus Statistiken gewonnen, die aufgrund von Beobachtungen grosser Versichertenbestände über mehrere Jahre erstellt werden. Das Zusammenstellen aller Wahrscheinlichkeiten inklusive den sich daraus ergebenden Barwerten zur Berechnung von Pensionsverpflichtungen wird mit "technische Grundlagen" bezeichnet.

Die technischen Grundlagen müssen regelmässig erneuert werden, da beispielsweise die Sterbe- und Invalidierungswahrscheinlichkeiten nicht konstant sind, sondern sich verändern. Die fortlaufende Erhöhung der Lebenserwartung der letzten Jahrzehnte ist ein bekanntes Beispiel dafür, aber auch die mitunter nach konjunktureller Entwicklung oder aufgrund gesetzlicher Veränderung tieferen oder höhern Invalidierungswahrscheinlichkeiten.

Die technischen Grundlagen BVG 2015

Mit den technischen Grundlagen BVG 2000 sind im Jahre 2002 erstmals technische Grundlagen veröffentlich worden, die auf statistischen Auswertungen in grossen autonomen Pensionskassen von privatrechtlichen Unternehmen basieren. Ihnen folgten die technischen Grundlagen BVG 2005, welche die Versichertenbestände der BVG 2000 um drei zustätzliche Jahre erweiterten. Daran knüpften fünf Jähre später die BVG 2010, welche die Versichertenbestände der Jahre 2005 bis 2009 umfassten, nahtlos an.

Die neuen BVG 2015 setzen die Tradition der BVG Grundlagen fort und schliessen an die BVG 2010 Auswertungen an. Die technischen Grundlagen BVG 2015 beruhen auf der statistischen Erfassung der Versichertenbestände der Jahre 2010 bis 2014.

Mit dem Wechsel der technischen Grundlagen per 31.12.2016 auf BVG 2015 werden unsere versicherungstechnischen Berechnungen nun mit dem neusten Stand der biometrischen Grundlagen berechnet.

Freiwilliger Einkauf

Bestehen Beitragslücken, kann es sich lohnen, diese zu schliessen. Ein freiwilliger Einkauf erhöht das Altersguthaben, die Altersrente und ist vom steuerbaren Einkommen abzugsberechtigt.

Beitragslücke - Eine Beitragslücke kann entstehen durch eine lange Ausbildungszeit, Kinderpause, Auslandaufenthalt, Lohnerhöhungen oder Stellenwechsel. Mit freiwilligen Einkäufen kann eine solche Beitragslücke geschlossen, das Altersguthaben und die daraus resultierende Altersrente erhöht werden.

Steuerersparnis - Ein freiwilliger Einkauf in die Pensionskasse kann vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden und es sind deshalb damit Steuerersparnisse zu erzielen. Bei einem Grenzsteuersatz von 25% kann bei einem jährlichen freiwilligen Einkauf von CHF 5'000.00 der Betrag von CHF 1'250.00 an Steuern eingespart werden.

Der maximal mögliche Einkaufsbetrag ist auf Seite 2 Ihres Leistungsausweises ersichtlich oder kann bei uns angefragt werden.

Vermittlungsprovision in unseren Maklerverträgen

Gemäss unseren abgeschlossenen Maklerverträgen mit Treuhandbüros, Finanzberatungen und der AVB Analysen, Vergleiche, Beratung, zahlt unsere Pensionskasse pro Anschluss welcher für eine Dauer von 5 Jahren erfolgreich abgeschlossen und unterschrieben wurde, folgende einmalige Vermittlungsprovision:

1 - 10 Versicherte pro Anschluss - CHF 150.00 pro Versicherte
11 - 50 Versicherte pro Anschluss - CHF 250.00 pro Versicherte
über 50 Versicherte pro Anschluss - CHF 350.00 pro Versicherte

Für die Berechnung der Vermittlungsprovision sind die in einem Kalenderjahr insgesamt neu abgeschlossenen Anschlussverträge und die darin versicherten Personen massgebend. Die Provision ist einmalig und nicht jährlich wiederkehrend.

Im Jahr 2016 wurden insgesamt CHF 3'914.05 an Vermittlungsprovisionen ausbezahlt.

Schweizer Renten im freien Fall? - Die Hintergründe zur Umwandlungssatzsenkung

Der Tages Anzeiger titelt in einem Artikel vom 03.03.17 "Unter die magische Marke - Schweizer Renten im freien Fall". Darin wird unter anderem argumentiert, dass ein Umwandlungssatz von unter 5% die zweite Säule "kaputt macht". Ausserdem hält der Artikel fest, dass das Porblem für die Versicherten sei, dass es den Unternnehmen und ihren Pensionskassen freigestellt sei, ob sie Kompensationsmassnahmen ergreifen würden. Die Argumentation des Journalisten greift jedoch zu kurz. Die Hintergründe dazu:

Umwandlungsatz ist nicht gleich Umwandlungssatz

Zunächst einmal muss klar zwischen dem obligatorischen Bereich (BVG) und dem überobligatorischen Bereich für das versicherte Kapital in der zweiten Säule unterschieden werden. Wie im Artikel erwähnt, wird in der Rentenrefom "Altersvorsorge 2020" vorgesehen, den Umwandlungssatz im obligatorischen Bereich von 6.8% auf 6% zu senken. Dabei kommt im Artikel zu kurz, dass auch bei einem Umwandlungssatz von 6% das verfassungsmässige Ziel der Fortführung der bisherigen Lebenshaltung in angemessener Weise - was rund 60% des letzten Lohnes mit AHV und Pensionskasse zusammen entspricht - nicht gefährdet ist. Zentral sind die in der Vorlage vorgesehenen Ausgleichsmassnahmen zur Aufrechterhaltung des Leistungsniveaus.

Das wahre Problem: Umverteilung von Jung zu Alt

Die vorgesehene Anpassung im obligatorischen Bereich ist dringend notwendig, da aufgrund von demographischen und wirtschaftlichen Entwicklungen auch in der beruflichen Vorsorge die aktiv Angestellten die Rentner mitfinanzieren, was in der 2. Säule eigentlich nicht vorgesehen ist. Dieses Geld wird dieser Generation später fehlen, sobald sie selber pensioniert ist. Viele Rentner wissen nicht, dass sie vom aktiven Teil der Bevölkerung mitgetragen werden und das Thema provoziert bei Menschen im Ruhestand oft Unglauben, Unverständnis und Unruhe. Es ist dabei jedoch wichtig klarzustellen, dass es bei dieser Thematik nicht um Schuldzuweisungen geht. Die Tatsache, dass Menschen heute immer älter werden, ist natürlich sehr erfreulich.

Senkung des Umwanldungssatzes im überobligatorischen Bereich

Vor dem Hintergrund dieser Herausforderungen senken heute viele Pensionskassen den Umwandlungssatz im überobligatorischen Bereich, um nicht Reserven anzapfen zu müssen. In diesem Zusammenhang sind Schuldzuweisungen gegenüber den Stiftungsräten (Arbeitnehmer und Arbeitgeber) wenig hilfreich und verkennen die Lage. Bei all diesen Entscheiden steht immer die Sicherstellung der Rente als Ersatzeinkommen im Alter im Vordergrund. Dort wo möglich, erfolgen die Senkungen über einen längeren Zeitraum und sind häufig mit Ausgleichsmassnahmen verknüpft. Es ist ein Spiel mit dem Feuer zu behaupten, die Umwandlungssätze würden von heute auf morgen dramatisch fallen.

Schliesslich ist es vor diesem Hintergrund wichtig, dass die Reform Altersvorsorge 2020 gelingt und die Leistungsversprechen ökonomisch realstischer definiert werden. Bei realistischeren Prametern würden sich diese Fragen im Artikel kaum stellen.

Artikel aus www.dringendereform.ch